Kosten/Kostenträger/Pflegevertrag/Sachleistungen

Kosten/Kostenträger/Pflegevertrag/Sachleistungen

Im ambulanten Bereich kauft der Pflegebedürftige bei einem Pflegedienst Sachleistungen ein.

Diese Sachleistungen heißen Leistungskomplexe und sind Teil Sachleistungskataloges von §14 SGB XI. Hier ist alles genau geregelt, etwa große und kleine Körperpflege, mit und ohne Hilfe beim Aufstehen; kleine und große Hilfe beim Toilettengang (aber bitte immer nur die kleine Hilfe in Verbindung mit einer Körperpflege), das Betten von Bettlägrigen bzw. deren Lagerung oder auch Mobilisation; Frühstück, Abendessen und Mittagessen (pardon Essen auf Rädern) sind verschiedene Leistungen mit klarer Präferenz des Frühstücks als die wichtigste Mahlzeit; ja und dann ist den Herrschaften am grünen Tisch letztendlich noch eingefallen: der Mensch lebt nicht vom Brot allein – der ist ja zu Hause; und wenn auch jeder das Recht auf Verwahrlosung hat, so darf man nicht vergessen, daß Haushaltshilfe auch gebraucht wird. Finden Sie ‘mal ne „Putze“ die zu dem Satz arbeitet oder vielleicht auch noch einkaufen geht.

Nein, wie sagten noch Ulla und Norbert? – Ach ja: Teilkasko.

Machen Sie sich den Spaß gehen Sie rein in die Berechnung über Leistungskatalog und finden Sie heraus wie viel Sie für das bischen Geld bekommen.

Diese Berechnung eines durchschnittlichen Monats ist Teil des Pflegevertrag, den Sie mit einem ambulanten Pflegedienst schließen und bedenken Sie: Drum prüfe wer sich… ob sich nicht doch…

Sie suchen vergeblich, bei uns gibt es keine Kündigungsklauseln. Durch den Versorgungsvertrag mit den Kostenträgern sind wir verpflichtet die Pflege sicher zu stellen. Wir können kündigen indem wir „rechtzeitig“ (erstklassiges Juristenvokabular) kündigen und die Versorgung durch einen anderen Dienst sicher stellen. Wir gehen davon aus, daß Sie von uns nie wieder weg wollen, wenn sie uns erleben. Nein, Pflege ist Vertrauenssache. Haben Sie kein Vertrauen zu uns dann greift §626 BGB, die fristlose Kündigung aus besonderem Grund. Wir sind also gemäß unserem Pflegeleitbild und -Konzept angespornt und arbeiten an einem vertrauensvollen Verhältnis, denn wir genießen Gastrecht bei unseren „Klienten“, wie wir die von uns betreuten Pflegebedürftigen nennen.

In diesem Pflegevertrag werden Leistungen und Kosten abgesprochen. Wie schon erwähnt, es handelt sich um eine Teilkaso. Für jeden Cent der über die Deckelung jeder Pflegestufe hinaus geht muß selbst gezahlt werden bzw. muß ein weiterer Kostenträger gesucht werden.

Wichtig: Ein Pflegedienst hat nicht zu wissen, ob und wieviel Geld dem Haushalt

zur Verfügung steht. Solches Wissen weckt Begehrlichkeiten.

Es sind alles schließlich nur Menschen.

Bei Fragen helfen die Verbraucherzentralen, die Krankenkassen und in Kiel die Pflegeberatungsstelle.

Ein weiterer Kostenträger können Kinder bzw. Eltern sein. Häufiger sind es jedoch wir alle über die Kommune/Stadt/Kreis, allgemein bezeichnet als Sozialamt. Wenn von dieser Seite Kosten übernommen werden, dann natürlich auch unter Auflagen, sprich der Pflegevertrag und damit auch die Leistungen können sich ändern.

Das Sozialamt kann auch unter bestimmten Vorraussetzungen ambulante Pflege festlegen und die Kosten übernehmen, wenn keine Pflegestufe vorliegen sollte. Für die Kieler sei auch hier wieder die Pflegeberatungsstelle empfohlen.

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